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Circular Farming: Nachhaltig, innovativ und effizient

Date: 18/10/2017
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Die Landwirtschaft dient nicht nur als lebenswichtige Nahrungsquelle, sondern birgt auch Gefahren wie zum Beispiel eine immer intensiver werdende Tierhaltung oder die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Übersee. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte diesen negativen Aspekten vorbeugen und hat daher ein Förderprogramm zur Zukunft der Agrarsysteme aufgesetzt.

Ein Forschungskonsortium mit unterschiedlichen Experten aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft, unter anderem mit Evonik, Fraunhofer, der Universität Tübingen und thinkstep stellt sich unter dem Titel Circular Farming 2030 diesen Herausforderungen. Die Interessensgemeinschaft hat sich für dieses Projekt qualifiziert und muss nun ein fünfjähriges Forschungsprogramm erarbeiten. Ziel ist eine kreislaufbasierte Landwirtschaft von morgen zu schaffen, die aus Rückständen der Tierhaltung hochwertige Düngemittel und Rohstoffe für Futtermittel gewinnt, sowie Energie für den eigenen Prozess und Verkauf an Dritte.

thinkstep ist in diesem Projekt verantwortlich für die ökologische Bewertung des Circular Farming Ansatzes. Aufbauend auf weitreichenden Erfahrungen im Erfassen von Umwelteinflüssen der Landwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Industrien sollen die integrierten Prozesse ganzheitlich bewertet werden. Daraus lassen sich dann später aus den Ergebnissen Entwicklungsoptionen ableiten. Für das Erfassen und Analysieren der Umwelteinflüsse greift thinkstep auf seine selbstentwickelte Nachhaltigkeits-Software GaBi und die umfangreichen, hauseigenen Ökobilanz-Datenbanken zurück.

Für dieses zukunftweisende Projekt lädt das Forschungskonsortium zum Dialog in Workshops von Oktober bis Dezember dieses Jahres ein. Im Idealfall sollten sich die Verantwortlichen aus der Futtermittelindustrie, Veterinärmedizin und Agrarverbänden, die Lebensmittelindustrie, Ökotrophologie, Düngemittelindustrie und Bioökonomie sowie Entscheidungsträger für die Bereiche Ethik oder Politik sowie Umweltverbände und NGOs an diesem Austausch aktiv beteiligen. Schließlich soll das Konzept nach seiner Umsetzung auch für andere Länder nutzbar sein und letztendlich zu weltweiten Circular Farming- Partnerschaften führen.